GENUSS & REISE

Udon statt Etikette

Der Raum selbst ist ein Paradoxon. Während die hohen Decken und der Stuck an die Zeit der großen Bankette erinnern, fungiert die massive Bar als neuer Gravitationspunkt. Das Herzstück des BANKS ist jedoch die radikale Abkehr vom individuellen Teller-Erlebnis hin zum Social Eating, schwärmt unsere Autorin Julia Heinz.
Autor: 
Julia Heinz
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Advertorial
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Udon statt Etikette

Im ehemaligen Ballsaal, dort, wo früher die Kantonalbank ihre Schalter betrieb, sitzt man heute im neueröffneten Restaurant BANKS. Die Speisekarte folgt keiner linearen Anordnung, sondern kommt geschwungen daher. Wie die Wellen des Rheins. Kulinarisch ist die Karte ein asiatisch angehauchtes Potpourri im Sharing-Style. Die Weinkarte mutig, mit lokalen, experimentellen Positionen mit klangvollen Namen wie „La Bohème“.

Head Chef Kevin Bornschein verfolgt die Philosophie: „Was auf den Tisch kommt, soll Spaß machen – überraschen und verbinden.“ „Social Eating“, nennt General Manager Mark Jacobs das. Im Banks wird nicht einfach bloß gegessen. Es wird gestaunt, gelacht und geteilt. Zum Beispiel Wagyu Tataki, BANKS-Carbonara mit Udon und Bonito oder Tuna Nori Tacos mit Ossetra Kaviar. Dazu gibt es eine Wasserflatrate – im Glas und mit Blick auf den Rhein. Alles ist hier im Fluss.

BANK OUT. BANKS IN.

Über der hufeisenförmigen Bar (selbst ein architektonisches Meisterwerk) thront ein „Fliegendes Riff“ der Künstler Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger. Kleiderbügel aus dem Hotelfundus und Erinnerungsstücke von Mitarbeitern finden hier ebenso ihren Platz wie eine Kaffeetasse oder ein Elefant. Skurril. Und schön. Zwischen den historischen Stuckleisten und den hohen Decken mit Spiegeln multiplizieren sich die vielen Kronleuchter ins Unendliche – und stellen sich den neugierigen Blicken vorbeilaufender Passanten. Die Brasserie im Hauptgebäude des Grandhotels Les Trois Rois ist längst eine Institution in Basel, das BANKS ist auf bestem Wege dorthin. In der imposanten Schalterhalle der Kantonalbank wurden einst Werte gesammelt und bewahrt. Heute werden Momente erlebt und konserviert.

Man kann das BANKS als Antwort auf die Frage lesen, wie Luxushotellerie im Jahr 2026 relevant bleibt. Es ist ein Experiment am offenen Herzen der Basler Tradition – gewagt, laut und in seiner Konsequenz erfrischend unschweizerisch.

www.banksbasel.com

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