KUNST & DESIGN

Glücksgefühl Art

Das Malen ist für Gabriela Focken eine Art Glücksgefühl – jeden Tag kann etwas nie Dagewesenes erschaffen werden und Ausdruck dessen sein, was in Worten viele Seiten füllen würde. „Ein Bild kann man fühlen. Man kann sich davon berühren lassen, sich darin vertiefen oder einfach an ihm vorbeigehen“, so die Künstlerin. „Es kann ein Tagebuch der aktuellen Emotion sein.“
Autor: 
, Fotograf: 
Advertorial
Sie lesen:  
Glücksgefühl Art

Die gelernte Fashiondesignerin arbeitet in ihrem Atelier in der Münchner Maxvorstadt vor allem an großformatigen Porträts – optisch makellose (Frauen-)Gesichter, die auf den ersten Blick sehr cool und unverletzlich wirken. Doch spätestens im formalen Ausdruck werden Risse, Unregelmäßigkeiten und brachiale Eingriffe erkennbar, die die Fragilität der Dargestellten sichtbar werden lassen.
Gabriela Focken geht mit ihren anonymen Internet-Beauties in einen Austausch, hinterfragt ihr Perfektsein und zeigt sie aus einem neuen Blickwinkel, der möglicherweise auch einen Aspekt der Realität abbildet.

Vielleicht ist dieses „Anderssein“, diese Verletzbarkeit das, was in der heutigen Gesellschaft mit ihrem Optimierungsstreben das Lebensgefühl der jüngeren Generation zu weiten Teilen prägt. Die äußere Hülle in einer soghaften Schwebe von Farbe und Dunkelheit, die eine innere Zerrissenheit offenbart. Für Gabriela
Focken ist die Malerei so frei wie die inneren Dialoge junger Menschen. Alles kann gedacht und erschaffen werden, auch das, was jeglicher Realität entbehrt. Besonders spannend findet sie die Koinzidenz von Melancholie und Größenwahn, mit der sich ihre Protagonisten ihr Standing in der Welt erarbeiten – inklusive flackernder Farben und undurchdringbarer Dunkelheiten.

Offene Ausstellung der großformatigen Werke in München am 20. November von 18.00 bis 22.00 Uhr auf der Praterinsel.

www.gabrielafocken-art.com