Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Galerien betreibt Räume in der Asia-Pacific-Region, darunter 29 mit Sitz in Hongkong selbst. Diese starke lokale Präsenz unterstreicht die Position der Stadt als globales Drehkreuz für Kunst und Kultur. Gleichzeitig sorgen 32 erstmals teilnehmende Galerien aus Ländern wie Australien, Japan, Südkorea, China, der Türkei, Frankreich, Georgien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und den USA für frische Impulse und neue Perspektiven.
Neue Formate und kuratorische Impulse
Eine zentrale Neuerung der Ausgabe 2026 ist der Sektor Echoes, der erstmals vorgestellt wird. In konzentrierten Präsentationen von bis zu drei Künstlerinnen und Künstlern pro Stand rückt er Werke aus den vergangenen fünf Jahren in den Fokus – und damit aktuelle künstlerische Positionen, die den Puls der Gegenwart spürbar machen.
Auch der Sektor Encounters, der großformatigen Installationen, Skulpturen und Performances gewidmet ist, erhält eine neue kuratorische Handschrift. Erstmals wird er von einem vierköpfigen Kollektiv aus in Asien ansässigen Kuratorinnen und Kuratoren gestaltet: unter der Leitung von Mami Kataoka gemeinsam mit Isabella Tam, Alia Swastika und Hirokazu Tokuyama.
Film, Gespräche und Kunst im Stadtraum
Über die Messehallen hinaus bindet die Art Basel Hong Kong erneut die Stadt selbst in ihr Programm ein. Das stadtweite Public Program bietet freien Zugang zu Filmvorführungen, Diskussionsrunden und kollaborativen Veranstaltungen mit kulturellen Institutionen in ganz Hongkong.
Der Filmsektor wird 2026 von der renommierten Medienkünstlerin Ellen Pau kuratiert und vertieft die Auseinandersetzung mit dem bewegten Bild sowie der lokalen Medienkunstszene. Einen Tag des Conversations-Programms übernimmt als Gastkuratorin Venus Lau, Direktorin des Museum MACAN in Jakarta, und setzt damit auf einen intensiven interkulturellen Dialog innerhalb der asiatischen Kunstlandschaft.
Monumentale Kunst für die Skyline
Bereits zum fünften Mal realisieren Art Basel und das Museum M+ gemeinsam eine monumentale Auftragsarbeit für die Fassade des Museums im West Kowloon Cultural District. Die pakistanisch-amerikanische Künstlerin Shahzia Sikander wird mit ihrer leuchtenden Animation 3 to 12 Nautical Miles die Außenhülle des Gebäudes bespielen. Die Arbeit basiert auf handgemalten Aquarellen und zeichnet historische wie moderne Handelsrouten nach – ein poetischer Kommentar zu den globalen Austauschprozessen, die auch die Kunstwelt prägen.
Hongkong als globaler Knotenpunkt
Für Angelle Siyang-Le, Direktorin der Art Basel Hong Kong, bleibt die Messe ein lebendiges Ökosystem: „Die Ausgabe 2026 feiert Hongkongs Status als globales Kulturzentrum Asiens. Steuerfreiheit, die Tradition als Freihafen, logistische Effizienz, Mehrsprachigkeit und exzellente Vernetzung machen die Stadt zu einem Tor zur kulturellen Vielfalt der Region und zu einem dynamischen Kunstmarkt.“
Mit neuen kuratorischen Teams, frischen Sektoren und einem starken regionalen Fokus präsentiert sich die Art Basel Hong Kong 2026 damit nicht nur als Messe, sondern als Plattform, auf der sich internationale Perspektiven, lokale Szenen und die nächste Generation von Künstlern und Galerien begegnen. Ein Treffpunkt, an dem Kunst nicht nur gezeigt, sondern erlebt, diskutiert und weitergedacht wird.

