KUNST & DESIGN

Kunst muss nicht gefallen – Podcast Le Black Sofa

In „Le Black Sofa“, dem Podcast-Format von Unternehmer und Markenstratege Marc Sasserath geht es um Stil, Verantwortung und Unternehmertum. Mit Gästen aus der Mode-, Lifestyle- und Kunstszene entstehen ehrliche Gespräche im Supermarque Concept Store oder auf Reisen. Ungeskriptet und unverstellt. Wenn Sie in Berlin sind: Seien Sie live dabei!
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Kunst muss nicht gefallen – Podcast Le Black Sofa

Ist das Kunst oder kann das weg? Turbulenzen sind an diesem Abend über Hartnäckigkeit und die Provokation der Kunst erwünscht und sie zeigen, warum man Kunst auch mal hassen muss.

Der alte Flughafen Tempelhof trägt seine Vergangenheit noch sichtbar in sich: alte Rolltreppen, verwaiste Gepäckbänder und historisch-architektonische Fragmente, ein Ort, der früher niemals still war. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum er heute wieder der richtige Ort für neue Gespräche ist. Denn Bewegung ist auch das Prinzip von Le Black Sofa. Das Talk-Konzept reist, denn es war nie dafür gedacht, stillzustehen. Nach Stationen in Paris, Zürich und Mönchengladbach landet das Sofa diesmal mitten im alten Flughafen, klimabewusst transportiert auf dem Dach einer nachhaltigen vollelektrischen Mercedes G-Klasse.

Inmitten dieser ikonischen Kulisse findet die paper positions berlin statt. Eine Messe, die sich ganz dem fragilen und doch so ausdrucksstarken Medium Papier widmet. Doch wie landet ein Sofa zwischen Kunst, Mode und gesellschaftlicher Begegnung auf einem Rollfeld?

Die Zusammenarbeit mit Kristian Jarmuschek begann nicht als Strategie, sondern als Gastspiel. Man traf sich, fand sich interessant und dachte: Eigentlich sollten wir etwas zusammen machen. Als Marc ihn auf dem Sofa fragt, wie man überhaupt an einen Ort wie Tempelhof kommt und wie man es schafft, hier eine Messe dieser Größenordnung zu organisieren, ist Jarmuscheks Antwort überraschend schlicht: Hartnäckigkeit.

Jarmuschek beschreibt seine Arbeit nicht als kalkulierten Karriereplan, sondern als eine Entwicklung aus purer Leidenschaft. Aus einem Projektraum entstand eine Galerie und schließlich eine Messe. Der Impuls blieb dabei immer derselbe: Kunst zeigen, Menschen zusammenbringen und beobachten, was passiert.

Besonders faszinierend sei für ihn der Moment, wenn jemand „sein Bild“ finde. Es ist eine Begegnung, fast wie Liebe, oder wie ein Gespräch, das im Gedächtnis haften bleibt. Genau diese Atmosphäre prägt den Abend am Flughafen.

„Es gibt Situationen, wo man merkt, da findet jemand sein Bild, so wie man vielleicht einen Partner findet oder eine Farbe oder ein Tier.“

Doch auf die kritische Frage, ob man sich in Kunst verlieben muss oder ob es nicht doch um kühles Investment geht, findet er klare Worte. Für ihn ist Kunst kein klassisches Renditeversprechen, das man am Reißbrett planen kann. Ob ein Werk in 20 Jahren noch relevant ist, sei oft „Fifty-Fifty“. Viel wichtiger sei die Provokation, die eine Arbeit für einen so besonders macht. Wer nur kauft, weil ein Investment versprochen wird, ohne dem eigenen Impuls zu folgen, verpasst den eigentlichen Kern.

„Man kann ja auch manchmal etwas hassen und total provoziert davon sein.“

In einer Branche, die oft über Millionen-Deals flüstert, wird Jarmuschek beim Thema Geld überraschend bodenständig. Auf die Frage, ob man mit Messen heute überhaupt noch Geld verdienen kann, stellt er klar, dass Erfolg für ihn in Verantwortung gemessen wird.

„Für mich ist es ein Erfolg, wenn ich mein Team, das das Ganze möglich macht, ein ganzes Jahr lang finanziere.“

Noch bevor die Paper Positions ihre Tore zum Gallery Weekend öffnete, erhielten die Gäste des Le Black Sofas bereits einen exklusiven ersten Einblick in die Ausstellung. Kunst in dieser Stille zu betrachten, hat etwas Eigenartiges, fast Intimes. Es ist ein Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt.

Die Crowd des Abends war dabei so durchmischt und eklektisch wie Berlin selbst: Galeristen trafen auf Content Creators, Fashion-Persönlichkeiten auf Sammler. Menschen aus Kunst, Mode und Medien, die für einen Abend im gleichen Raum zusammenkamen, um gemeinsam gebannt zuzuhören. Ein inspirierender Abend, der noch lange nachhallt.

Next Stop: Le Black Sofa x Miss Germany. Beim nächsten Le Black Sofa begrüßen Marc und Christine: Max Klemmer, den Kopf hinter Miss Germany, das Format, das sich radikal neu erfunden hat. In diesem Gespräch geht es um Women Empowerment und die mutige Entscheidung, den Fokus von Miss Germany komplett vom Äußeren wegzulenken.

Join us, live, im Concept Store SUPERMARQUE. Anmeldung unter: hello@supermarque.com
Alle Folgen von Le Black Sofa gibt es als Podcast auf Spotify.
www.supermarque.com