Es gibt Orte, an denen ZEIT anders tickt. In Kärnten, zwischen Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und den sanften Nockbergen, wird aus Winterurlaub WinterZEIT – mit eisigen Mutproben, dampfenden Thermen und Pisten, auf denen Legenden gewachsen sind. Wer 48 Stunden mit Franz Klammer unterwegs ist, merkt schnell: Hier zählt nicht, wie viel man schafft, sondern wie intensiv man jeden Moment lebt.
Morgendliche Ankunft am Millstätter See
Die Sonne steht noch tief, als der Millstätter See im Morgenlicht liegt wie ein Spiegel aus Glas. Kein Wind, nur das leise Knirschen des Schnees unter den Schritten. ZEIT für meine ZEIT – genau das verspricht diese Region zwischen See und Berg.
WinterZEIT am See & KaltbadeZEIT
11.00 Uhr
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es direkt an den See. Nicht zum Sonnenbaden, sondern zum Kaltbaden. Seit dem Winter 2025/26 finden am Millstätter See, in Bad Kleinkirchheim und in den Nockbergen erstmals ganzjährig Kaltbade‑Workshops nach der Wim‑Hof‑Methode statt. Rund fünf Stunden dauern die Retreats, geleitet von zertifizierten Coaches. Atemübungen, Kälte, Mentaltraining – das Ziel: mehr körperliche und geistige Resilienz. Wer den Sprung ins eisige Wasser wagt, stärkt sich für die Herausforderungen des Alltags – und fühlt sich danach lebendiger denn je.
Franz, der sich angesichts der ersten mutigen Teilnehmer ein Schmunzeln nicht verkneifen kann, sagt: „Wer in Kärnten ins Eiswasser geht, hat sich den Kaiserschmarrn am Abend wirklich verdient.“
15.30 Uhr
Nach dem Kaltbaden geht es ins Badehaus Millstätter See – modern, klar, mit Panoramablick auf das Wasser. Sauna-Aufgüsse, Dampfbad, Ruheräume mit Blick auf die Berge. Und dann der Sprung zurück ins Seewasser – ein Ritual, das im Winter zu einem ganz besonderen Erlebnis wird. Winterwellness auf höchstem Niveau, wie es die Region nennt. Hier entsteht der Eindruck, dass ZEIT nicht verrinnt, sondern geschenkt wird – zum Ankommen, Durchatmen und Aufleben.
18.00 Uhr
Nach einem letzten Blick auf den Millstätter See geht es weiter nach Bad Kleinkirchheim. Vom See in die Berge. Mit dem Auto oder dem NockMobil, dem Regionstaxi, das den Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und die Nockberge verbindet, erreicht man das Skigebiet Bad Kleinkirchheim in kurzer Zeit.
18.30 Uhr
Ankunft im 5-Sterne-Hotel Pulverer in Bad Kleinkirchheim. Ein Haus, das wie kaum ein anderes für diese Haltung steht: bewusst, nah, entschleunigt. Viel Holz, warmes Licht, Thermalwasser aus eigener Quelle. Kein großes Ankommen – eher ein leises Umschalten. Skilegende Franz Klammer ist diesem Ort seit Jahrzehnten verbunden. Man spürt sofort, warum. Als ebenso charmante Alternativen empfehlen sich das traditionsreiche Hotel Der Trattlerhof, das mit seinem Hüttenrestaurant Trattlers Einkehr mitten im Zentrum bezaubert, sowie das exklusive Chalet Falk, ein privates Luxusrefugium für alle, die stilvolle Ruhe und maximale Privatsphäre inmitten der Nockberge suchen.
19 Uhr
Das erste Abendessen führt in die Loystubn, einen Ort mit spürbarer Geschichte. Seit 1928 prägt die Familie Pulverer hier eine Haltung, die heute selten geworden ist: echte Gastfreundschaft, tiefe Verbundenheit zur Natur und kompromissloser Respekt vor dem Produkt. Die Loystubn selbst ist rund 400 Jahre alt – ein Raum, der nichts inszenieren muss, weil er alles erzählt. Holz, Patina, Stille. Man sitzt nicht in einem Restaurant, man ist Teil eines gewachsenen Hauses.
Was einst als kleine Jausenstation begann, ist über Generationen zu einer Küche gereift, die Regionalität nicht behauptet, sondern lebt. Gearbeitet wird Nose to Tail, bewusst und reduziert, mit nur vier ausgewählten Produzenten aus Kärnten, zu denen persönliche Beziehungen bestehen. Diese Nähe schafft Vertrauen – und eine Küche mit Haltung, die nicht austauschbar ist.
Die Loystubn hinterlässt kein kulinarisches Feuerwerk, sondern etwas viel Wertvolleres: Ruhe, Klarheit und das Gefühl echter Herkunft. Genau so beginnt ein Wochenende in Bad Kleinkirchheim. Zwischen den Gängen erzählt Franz von seiner Kindheit in Kärnten, von den ersten Skiern, den ersten Abfahrten, den ersten Siegen.. Der Tag war voll, aber nicht hektisch. Im Gegenteil: Die Kombination aus Bewegung, Kälte, Wärme und Licht hat einen Rhythmus geschenkt, der im Alltag oft verloren geht. ZEIT, die nicht verrinnt, sondern bleibt.
Skistart mit Franz: Bad Kleinkirchheim & Nockberge
8.30 Uhr
Es öffnet sich der Blick auf fünf Skigebiete: Bad Kleinkirchheim, Turracher Höhe, Sportberg Goldeck, Hochrindl und Falkert. Rund 200 Pistenkilometer laden zum Sonnenskilauf ein.
9.30 Uhr
Franz Klammer ist kein Fremder hier. Der Weltcup-Sieger kennt die Pisten, die Hänge, die Geschichten. Er führt durch das Skigebiet, zeigt seine Lieblingsabfahrten und erzählt, wie sich Kärnten in den letzten Jahrzehnten verändert hat – und wie sich manche Dinge doch gleich geblieben sind. Vom Familienhang bis zur sportlichen Herausforderung: Hier findet jeder seinen Hang.
11.30 Uhr
Mittagspause im Ski-Restaurant „Zum Sepp“ bei Christian Prägant. Das Lokal ist eines von Franz’ Lieblingsorten – bodenständig, herzlich, mit Kärntner Küche, die auf Qualität und Herkunft setzt. Zwischen der Frittatensuppe und dem Schnitzel erzählt Franz von den alten Zeiten, als man nach der Abfahrt noch in den Stollen fuhr, statt direkt in die Therme zu gehen. „Damals war das Tempo anders – heute ist es vielleicht langsamer, aber nicht weniger intensiv.“
13.30 Uhr
Nachmittags geht es weiter auf die Pisten. Die Sonne steht hoch, die Luft ist klar, die Sicht weit. Zwischendurch Stopp im Kaiserburg Restaurant bei Sepp Pulverer – ein weiterer Lieblingsort von Franz. Von hier aus hat man den perfekten Blick auf die Berge und die Pisten. Das Essen ist rustikal, aber raffiniert – ein Spiegelbild der Region, in der alpine Aromen auf südliches Lebensgefühl treffen.
15.30 Uhr
Später am Nachmittag führt Franz zu seinem besten Freund Poldl in die „Weltcup-Poldl-Hütte“ in St. Oswald. Die Hütte ist kein touristisches Mekka, sondern ein Ort, an dem sich alte Freunde treffen, Geschichten erzählen und der Alltag für ein paar Stunden vergessen wird. „Hier wurden die besten Geschichten nie zu Ende erzählt – weil immer die nächste Abfahrt gerufen hat“, sagt Franz. Und auch heute ist das so.
17.00 Uhr
Nach einem Tag voller Pisten, Sonne und Geschichten geht es in die Thermen. Das Thermal Römerbad und die Familien- und Gesundheitstherme St. Kathrein liegen direkt in Bad Kleinkirchheim. Zwei Thermen – ein Ort, einzigartig in Österreich. Das heilsame Thermalwasser entspannt die Muskeln, der Blick auf die Berge beruhigt den Geist – ein perfekter Ausklang des Skitags.
19.00 Uhr
Und den Abend lassen wir bei einem Dinner im Restaurant Adriana ausklingen, das für seine besondere Verbindung aus zart gegrillten Steaks sowie österreichischer und italienischer Küche bekannt ist – liebevoll zubereitet und mit viel Gespür für Qualität und Geschmack.
21.30 Uhr
Bei einem Glas Wein an der Hotelbar blickt Franz auf 48 Stunden zurück, die wie ein Kurzurlaub im Langzeitgefühl waren. „In Kärnten“, sagt er, „verliert man keine Zeit – man gewinnt sie.“
Sonntag – Genuss, Weite und Abschied
8.30 Uhr
Gemütliches Frühstück. Kein Zeitdruck. Der Blick wandert zwischen Berg und Himmel und es geht noch einmal auf die Ski. Vielleicht ein Perspektivwechsel: ein neuer Hang, ein neuer Rhythmus. Genau das macht diese Winterlandschaft aus – Vielfalt ohne Hektik.
12.30 Uhr
Jetzt lohnt sich ein letzter Einkehrschwung in die Eve Alps – jene Skihütte, die sich ganz bewusst vom Gewohnten abhebt. Erreichbar über den Priedröflift oder den Panoramalift, wirkt sie wie ein kleiner Ruhepol am Berg: modern, warm und mit einer klaren Haltung. Nach 48 Stunden in Kärnten ist dieser Einkehrschwung kein lauter Abschluss, sondern ein stimmiger Ausklang. Ein Schmarrn nach Kaisers Art in der Sonne, ein Blick über die verschneiten Nockberge – und das Gefühl, dass diese zwei Tage nicht einfach vergangen, sondern geblieben sind.
14.00 Uhr
Zurück im Hotel. Ein letzter Spa-Moment, Taschen packen. Draußen steigt Dampf aus dem warmen Wasser des Infinitypools, während der Winter still bleibt.
Fazit
Ein Winter, der Nähe zulässt. Der entschleunigt. Und der zeigt, dass man nicht viel planen muss – nur ankommen, durchatmen und genießen.

