GENUSS & REISE

Die besten 48 Stunden Bozen mit Michi Klemera

„What a difference a day makes...” sang einst Dinah Washington und erzählte, was in „twenty-four little hours” alles passieren kann. Für Only the Best werden an dieser Stelle verschiedene Autoren weitere 24 Stunden hinzufügen und Ihnen jeweils „Die besten 48 Stunden“ in einer Region, einer Stadt oder auf einer Insel präsentieren. Lassen Sie sich an Orte mitnehmen, die mir immer wieder wunderbare Gründe geben, zurückzukehren.
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Die besten 48 Stunden Bozen mit Michi Klemera

Südtirol trägt eine Magie in sich, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Hier trifft Tiroler Tradition auf mediterrane Leichtigkeit, alpine Bodenständigkeit auf italienisches Stilbewusstsein und historische Architektur auf modernes Design. In Bozen ist dieses besondere Zusammenspiel auf Schritt und Tritt spürbar: vom ersten Espresso am Morgen bis zum Aperitivo am Abend, von der herzhaften Brettljause bis zum ausgiebigen Essen in geselliger Runde. Die Gassen der Altstadt laden zum Flanieren und Genießen ein und halten an beinahe jeder Ecke eine neue (kulinarische) Entdeckung bereit.

Für mich ist Bozen jedoch weit mehr als nur eine Stadt: Es ist der Ort, an dem alles seinen Anfang nahm. Hier bin ich aufgewachsen, durfte eine unbeschwerte Kindheit verbringen, zur Schule gehen und den Grundstein für meinen späteren Lebensweg legen. Und obwohl ich heute nicht mehr hier lebe, bin ich im Herzen nach wie vor ein Bozner – nicht zuletzt, weil mich mein Arbeitsweg Tag für Tag zurück in die Landeshauptstadt führt.

Die Seele Bozens erlebt man am authentischsten, wenn man sich ganz im Sinne der „Dolce Vita“ einfach treiben lässt: durch die historischen Lauben schlendert, am Obstmarkt das bunte Treiben beobachtet, in einem der traditionsreichen Wirtshäuser einkehrt und sich zwischendurch Zeit für einen Kaffee oder ein gutes Glas Südtiroler Wein nimmt.

Der Herbst ist für mich die wohl schönste Jahreszeit, um Bozen zu erkunden. Angenehme Temperaturen, reichlich Sonnenschein und das warme Licht über den Weinbergen verleihen der Stadt dann eine ganz besondere Atmosphäre. Zugleich beginnt mit dem Törggelen eine Tradition, die aus der Südtiroler Kultur nicht wegzudenken ist. Ich nehme Sie mit zu einigen meiner persönlichen Lieblingsorte und zeige Ihnen, wie genussvoll, vielseitig und überraschend 48 Stunden in meiner Heimatstadt sein können.

Freitag 18.00 Uhr – ANKOMMEN IM HERZEN DER ALTSTADT

Unsere 48 Stunden beginnen mitten im historischen Zentrum von Bozen – im Eisenhut Boutique Hotel in der Bindergasse. Das Haus verbindet genau jene Gegensätze, die ich an Bozen so sehr liebe: Hinter einer denkmalgeschützten Fassade verbirgt sich ein modernes, von der Natur inspiriertes City Retreat. Begrünte Innenhöfe, lichtdurchflutete Räume, Terrazzoböden und natürliche Materialien schaffen eine Atmosphäre, in der man sofort zur Ruhe kommt. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zu den Lauben, zum Obstmarkt oder zum Waltherplatz.

20.00 Uhr – EIN ABEND AUF DER METAEBENE DES GENUSSES

Zum Auftakt geht es in das META Restaurant im historischen Palais Campofranco. Dieser besondere Ort liegt direkt am Waltherplatz und verbindet die Eleganz eines barocken Stadtpalais mit einer zeitgemäßen, weltoffenen Atmosphäre. Auch kulinarisch treffen hier zwei Welten aufeinander: Südtiroler Wurzeln und ausgewählte regionale Zutaten werden mit internationalen Inspirationen und moderner Kochkunst kombiniert. Genau diese Balance aus Heimatverbundenheit und Neugier auf die Welt gefällt mir besonders gut. Man sollte sich für diesen Abend bewusst Zeit nehmen, die Gerichte genießen und zwischendurch einen Blick auf den Bozner Dom, den Innenhof und die umliegenden Berge werfen.

Nach dem Essen empfehle ich einen kleinen Spaziergang durch die nächtliche Altstadt, wenn sich Bozen von einer ganz anderen Seite zeigt.

Samstag 9.00 Uhr – FRÜHSTÜCK MIT ALTSTADTGEFLÜSTER

Der Tag beginnt ganz entspannt beim Frühstück im Eisenhut Boutique Hotel. Ein guter Kaffee, frisches Brot und regionale Köstlichkeiten sind die beste Grundlage für einen Tag voller Entdeckungen. Besonders angenehm ist die ruhige Atmosphäre des Hauses: Obwohl man sich mitten in der Altstadt befindet, fühlt sich das Hotel wie ein geschützter Rückzugsort an. Danach lohnt sich noch ein kurzer Blick in die begrünten Lichthöfe und den Lounge-Bereich. Das Eisenhut beweist, dass sich historische Substanz und modernes Design nicht widersprechen: Wenn beides mit Respekt und einem sicheren Gespür zusammengeführt wird, entsteht etwas ganz Eigenständiges.

11.00 Uhr – DURCH LAUBEN, GASSEN UND ÜBER DEN OBSTMARKT

Jetzt lassen wir uns durch die Stadt treiben. Vom Eisenhut führt der Weg durch die Bindergasse zum Kornplatz und weiter durch die schmalen Gassen der Altstadt. Unbedingt sollte man sich Zeit für die berühmten Bozner Lauben nehmen. Unter den historischen Arkaden liegen heute traditionsreiche Geschäfte, kleine Boutiquen und moderne Concept Stores dicht nebeneinander. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich der Obstmarkt – einer jener Plätze, an denen sich das Leben der Stadt besonders gut beobachten lässt.

13.00 Uhr – EIN STÜCK LUIS TRENKER WELT

Am Waltherplatz besuchen wir den Luis Trenker Flagship Store im Palais Campofranco. Dieser ist für mich weit mehr als eine reine Verkaufsfläche: Er ist das Herzstück unseres Store-Netzwerks und ein Ort, an dem die Welt unserer Marke mit allen Sinnen erlebbar wird. Mein Anspruch ist, dass jeder, der den Shop betritt, sich auf Anhieb wohlfühlt, gerne dort verweilt und ihn anschließend mit einem Lächeln wieder verlässt. Darum lade ich auch Sie dazu ein, auf einem der bequemen Sitzmöbel Platz zu nehmen und unsere modischen Kreationen in entspannter Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

15.00 Uhr – EINE GRÜNE OASE MITTEN IN DER STADT

Nach dem Stadtbummel ist es Zeit für eine Pause im Parkhotel Mondschein. Das traditionsreiche Haus liegt nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt und ist dennoch von einem großzügigen Park umgeben. Sobald man durch das Tor tritt, scheint das Tempo der Stadt ein wenig langsamer zu werden. In der warmen Herbstsonne oder im Schatten der vielen alten Bäume lässt es sich wunderbar entspannen – am besten mit einer hausgemachten Limonade in der Hand. Das Mondschein verbindet den Charme vergangener Zeiten mit modernem Design, Kultur und einem zeitgemäßen Lebensgefühl. Gerade diese ungezwungene Mischung macht den Ort nicht nur bei Hotelgästen, sondern auch bei vielen Boznern beliebt.

18.00 Uhr – APERITIVO UNTER ALTEN BÄUMEN

Wenn die Sonne langsam tiefer steht, wird es Zeit für den Aperitivo in der Luna Bar des Parkhotels Mondschein. Neben Klassikern wie Aperol Spritz und Negroni findet man eine umfangreiche Cocktail-Liste. So lässt sich der Übergang vom Nachmittag zum Abend wunderbar genießen. Für mich gehört der Aperitivo fest zum Bozner Lebensgefühl. Es geht dabei nicht nur um das Getränk, sondern um das Zusammensitzen, das Erzählen und den bewussten Moment zwischen Arbeit und Abendessen.

20.00 Uhr – SÜDTIROL VON SEINER URSPRÜNGLICHEN SEITE

Einer der vielen Gründe, warum ich den Herbst liebe, ist das Törggelen – eine Tradition, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Darum lassen wir das Zentrum von Bozen für einige Stunden hinter uns und fahren zu einer der vielen Buschenschänken in der Umgebung. Meine zwei absoluten Geheimtipps sind der Gasthof Messner in Glaning/Jenesien und der Baumannhof am Ritten: Beide begeistern mich mit ihren urigen Stuben und ihrer herzlichen, familiären Atmosphäre immer wieder aufs Neue. Beim Törggelen werden einfache, ehrliche Gerichte serviert: Gerstensuppe, Schlutzkrapfen, Knödel, Hauswürste, Sauerkraut und zum Abschluss gebratene Kastanien und Krapfen. Dazu gibt es jungen Wein oder frischen Traubenmost. Es ist kein inszeniertes Erlebnis, sondern ein Stück gelebter Südtiroler Kultur. Auch außerhalb der klassischen Törggelezeit lohnt sich der Ausflug: Die Weinberge, historischen Höfe und Kellereien rund um Bozen zeigen, wie eng die Stadt seit Jahrhunderten mit dem Weinbau verbunden ist.

22.00 Uhr – EIN LETZTES GLAS IN DER STADT

Zurück in Bozen muss der Abend noch nicht sofort enden. Wer noch Energie hat, lässt ihn bei einem letzten Glas in der Luna Bar ausklingen. Gerade zu später Stunde entsteht hier eine besonders entspannte Stimmung: Hotelgäste, Einheimische und Reisende kommen miteinander ins Gespräch, Musik läuft im Hintergrund und draußen wird es langsam still. Danach führt ein kurzer Spaziergang durch die beleuchtete Altstadt zurück zum Eisenhut.

Sonntag – 10.00 Uhr – LANGSAM IN DEN TAG STARTEN

Der letzte Morgen darf ruhig etwas später beginnen. Wer Bewegung sucht, kann – abhängig vom aktuellen Kursprogramm – mit einer Yoga- oder Pilates-Einheit im arise Body & Mind Studio des Parkhotels Mondschein starten. Alternativ genügt auch ein ruhiger Spaziergang durch den Park. Anschließend gibt es in der Luna Bar einen Kaffee, frisch gepressten Orangensaft und ein Croissant.

12.00 Uhr – KULTUR, GESCHICHTE UND BOZNER ALLTAG

Jetzt geht es noch einmal durch die Altstadt. Kulturinteressierte besuchen das Südtiroler Archäologiemuseum und seinen berühmtesten Bewohner, den Mann aus dem Eis. Wer lieber draußen bleibt, spaziert vom Obstmarkt durch die Silbergasse zum Kornplatz und weiter über den Waltherplatz. Bozen war über Jahrhunderte eine bedeutende Handelsstadt. Diese Geschichte ist in den Häuserfassaden, Laubengängen und alten Kaufmannspalästen noch heute spürbar.

14.00 Uhr – MITTAGESSEN IM WOHNZIMMER DER BOZNER

Für das späte Mittagessen geht es in das Wirtshaus Vögele in der Goethestraße. Das traditionsreiche Lokal wird gerne als „Wohnzimmer der Bozner“ bezeichnet – und diese Beschreibung trifft es ziemlich genau. In den historischen Stuben begegnen sich Stammgäste, Geschäftsleute, Familien und Reisende. Auf den Tisch kommt bodenständige Südtiroler Wirtshauskost nach bewährten Rezepten, hier und da ergänzt durch eine neue Idee. Mein persönlicher Rat: Lassen Sie noch etwas Platz für das Dessert. Ein Marillenknödel ist ein ziemlich guter Abschluss für 48 genussvolle Stunden.

15.00 Uhr – AUF WIEDERSEHEN, BOZEN

Bevor es nach Hause geht, bleibt noch Zeit für eine letzte Runde durch die Lauben. Vielleicht wurde am Vortag im Luis Trenker Flagship Store bereits ein Lieblingsstück entdeckt – dann ist jetzt der Moment, es mitzunehmen. Schließlich ist ein besonderes Kleidungsstück manchmal die schönste Erinnerung an eine Reise. Nach 48 Stunden zeigt sich, dass Bozen keine Stadt der großen Distanzen sein muss. Die schönsten Erlebnisse liegen oft nur wenige Schritte voneinander entfernt: historische Gassen und modernes Design, Tiroler Wirtshauskultur und innovative Küche, Weinberge und urbanes Leben. Für mich ist genau diese Mischung das Geheimnis meiner Heimat – und der Grund, warum ich mich jedes Mal aufs Neue in Bozen verliebe.

www.luistrenker.com

www.parkhotelmondschein.com

www.eisenhut-bozen.com

www.meta-bolzano.com

www.voegele.it