GENUSS

Podcast statt Pille

Nils Behrens joggt. Auf der ganzen Welt. Es gibt tolle Beweisfotos. Er ist immer in Bewegung. Mal gefährlich, mal ungefährlich. Nils Behrens podcastet auch. „Forever Young“ heißt seine Hörserie. Jede Folge widmet sich einem besonderen Gesundheitsthema. Wir finden: Damit bewegt er was – und uns.
Autor: 
Sonja Still
Advertorial
Sie lesen:  
Podcast statt Pille

Der 48-Jährige, Typ groß und blond, sportlich und ehrgeizig, ist CMO der Lanserhof-Gruppe. Der gebürtige Hamburger arbeitet also als Marketing-Chef des weltbesten Medical-Resorts. Weltbesten, weil man mit diesem Prädikat schon eine Menge internationaler Awards und Auszeichnungen eingeheimst hat. Nils hat also qua Job schon Zugriff auf echt außergewöhnliche Mediziner und Gesundheitsexperten. Sein Arbeitgeber beschäftigt sie. Aber, anders als man es im Klischee erwarten würde, wenn man „so einem“ dann zuhört, fragt Nils Behrens frank und frei in seinen Interviews und erzählt mit gesundem Menschenverstand die Erkenntnisse seiner Gesprächspartner weiter. Da gibt es Folgen, die klingen manchmal spooky und schamanistisch, dann wieder sind es technische Errungenschaften, die sexy und hilfreich sind. Nils Behrens stellt sich immer wieder die Frage: Was macht ein gesundes Leben aus und wie bleibe ich lange fit? 

Denn eines ist sicher: Altwerden ist heutzutage nichts für Feiglinge. Ein Großteil der Bevölkerung wird zwar älter, als es frühere Generationen je wurden. Doch Menschen jenseits der 70 plagen sich vor allem mit Krankheiten, die das Leben nicht mehr so richtig lustig gestalten lassen. Der Raubbau an den Kräften in jungen Jahren ist nicht wiedergutzumachen. Zu lange und zu viele wollten Gesundheit auf Rezept einlösen. Und jetzt schluckt man eben Cholesterintabletten zum Schweinebraten, nimmt Blutdruckpillen zum Bier. Altwerden muss also künftig anders gehen. Die Generation um die 50 kann das Ruder noch rumreißen. Einziges Rezept: Mehr Eigenverantwortung und ein bisschen Interesse an neuen Erkenntnissen. Und die kann man im Podcast bequem und glaubwürdig erfahren.

#Schlaf

„Wie wichtig guter Schlaf ist, wird total unterschätzt“, stellt Nils fest. Erste Symptome für spätere Erkrankungen zeigen sich im Schlaf. Man braucht den richtigen Mix aus Tiefschlafphasen und REM-Phasen. „Sie können acht Stunden schlafen, aber trotzdem gerädert aufstehen“, sagt er. Idealerweise schafft man es, in einer Nacht mindestens 20 Prozent echte Tiefschlafphasen zu haben.

Die erste Hälfte der Nacht ist dafür wichtig. Aber die zweite Hälfte der Nacht ist genauso wichtig. Denn die wird gebraucht, damit das Gehirn Giftstoffe abbauen kann. „In der zweiten Schlafphase der Nacht schrumpft es quasi etwas und geht dann wieder auseinander, dies ist wie ein Pumpeffekt“, sagt Nils. Studien zeigen, dass Kurzschläfer eine höhere Neigung zur Demenz haben, weil der Abtransport der Giftstoffe nicht stattfindet. 

„Grundsätzlich kann man mit smarter Health-Technology den eigenen Schlafverlauf tracken, also aufzeichnen lassen.“ Dafür muss man heute noch nicht einmal ins Schlaflabor. Nils ist Befürworter neuartiger Meßgeräte, die den Medical-Consumermarkt erobern. Sein Tipp: Kein Handy im Schlafzimmer, dafür aber zur Kontrolle eine Armbanduhr oder einen Ring tragen, der die Sauerstoffsättigung und die Herzrate misst. Und auf die Schlafhygiene achten. Das heißt: Lüften, das Bett richtig positionieren und weder Fernseher noch andere Elektrogeräte sollten ihren Platz am Bett haben. 

Alkohol ist übrigens ein extra Wachmacher: im zweiten Teil der Nacht. „Man schläft zwar besser ein, weil Alkohol müde macht, wenn er abgebaut wird, aber die Schlafqualität, das Verhältnis von REM- zu Tiefschlafphase und die Herzratenvariabilität, werden nachhaltig gestört. (Podcast 62, 49, 30)

#Bewegung

„Sitzen ist das neue Rauchen“, sagt Nils. Wer mehr als eine Stunde in Schreibtischstarre zubringt, sollte unbedingt aufstehen und sich eine Minute bewegen. Auf der Stelle laufen, sich strecken, durchatmen. Der Negativeffekt auf den Körper durch zu langes Sitzen ist nicht wieder aufholbar, das zeigen Studien. Dann bekommt man „Rücken“, „dicke Beine“, Konaschu – Kopf-Nacken-Schmerzen. Das hat man anfangs nicht jeden Tag, aber immer öfter. Der Körper fängt an, sich in seiner Position zu verfestigen.

Sport und Bewegung helfen. Klar. „Aber Kraft und Ausdauer allein tun’s nicht. Ich habe selbst jahrelang Sport unter dieser Maßgabe betrieben. Ich jogge mit Begeisterung. Ich gehe ins Gym. Doch worauf es wirklich ankommt, ist die Beweglichkeit.“ Wenn wir nicht beweglich bleiben, wird’s im Alter immer mühsamer.
Die Aufgabe heißt: Einmal am Tag alle Gelenke aktivieren, damit die nicht einrosten. Um die Beweglichkeit zu erhalten, setzt Nils auf tägliches Beweglichkeitstraining. Dafür nutzt er eine Bewegungsroutine, bei der alle großen Gelenke
einmal rotiert werden. Sein Tipp ist als
Video im Internet abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=05RYe6opky0. „Diese paar Minuten kann man doch wohl wirklich jeden Tag aufbringen“, meint er. „Das muss so selbstverständlich sein wie Zähneputzen.“ Auch kann man durchaus mehr Beweglichkeit in den Alltag einbauen. „Schritte sammeln, zum Beispiel beim Telefonieren rumlaufen. Jeder, der ein Smartphone hat, hat auch einen Schrittzähler drin. Das motiviert.“

Und beweglich bleiben ist auch eine Sache des Gehörs. „Es gibt Studien, die belegen, dass Schwerhörigkeit in die Demenz führt“, führt er aus. „Offenbar braucht man dann, sobald man schlechter hört, ein paar Synapasenverknüpfungen weniger. Da entstehen Ablagerungen.“ Wer also schlechter hört, sollte nicht zu eitel sein, sich mit einem Hörgerät helfen zu lassen. (Podcast 114, 113,98, 57)

#Ernährung

Trinken, trinken, trinken – das ist das Wichtigste. Man kann die Menge genau ausrechnen, die man an Flüssigkeit braucht, um seine Zellen gut zu versorgen. Zu viel trinken ist aber auch nichts, dann spült man seine Mikronährstoffe zu sehr aus. „Beim Trinken sprechen wir von Wasser oder Kräutertee“, sagt Nils. „Nicht von Saft.“ Saft ist für ihn ohnehin eigentlich nur noch eine zuckerhaltige Flüssigkeit. Zucker ist leider Gift. „Man hat das Obst seiner ganzen Ballaststoffe beraubt, das ist nicht gesund.“ Auf was er allerdings setzt, ist der Schluck Zitronensaft in warmem Wasser. „Das hat eine basische Wirkung, denn normalerweise sind wir ohnehin eher übersäuert.“

Ernährung muss nicht einfach satt machen, sondern den Zellen helfen, Energie zu haben. Dafür sollte man auch mal fasten, dann können sich die Zellchen auch wieder selbst reinigen und neue Energie gewinnen. Autophagie nennen das die Mediziner. Intervallfasten hält er für eine gute Methode, dem Körper auf diese Weise wieder mehr Energie zu geben. „Wir sollten essen und genießen. Aber der Körper muss das verdauen können“, sagt er. „Also gib ihm Pausen.“ Idealerweise liegen zwischen den Mahlzeiten in einem Ess-Intervall rund vier Stunden Pause. „Stell dir deinen Verdauungsapparat vor wie eine Autowerkstatt. Während du noch an dem einen schraubst, kommt schon das nächste Auto rein und du musst daran auch schrauben. Das engt dich ein und du bekommst Stress.“

(Podcast 109, 104, 95 76)

#Mindfullness

Die Power of Love, die in manchem Song besungen wird, tragen wir eigentlich alle in uns. Das wissen wir nur nicht. Jedenfalls meist nicht. Weil wir uns mit unserer Psyche noch immer nicht ehrlich auseinandersetzen, sondern oftmals gern selbst betuppen. Weil wir uns mit Egoismen durchsetzen, statt uns mit Eigenverantwortung um uns zu kümmern. Weil wir so weitermachen, wie wir es gelernt haben, statt zu lernen, wie wir weiter etwas schaffen können. Weil wir uns im Selbstmitleid verfangen, statt Selbstmitgefühl zu entwickeln. In der Sendung „Love yourself“ mit der Psychologin Claudia Zeidler geht es um Stressbewältigung, Trauer und Verlust. Und es braucht gar nicht die ganz dramatischen Schicksalsschläge, um mit sich besser umzugehen. Da reichen schon ein paar Neujahrsvorsätze, an denen man scheitert, um sein Selbstwertgefühl zu vernichten. 

„Wir haben gelernt, uns unter strenger Selbstkritik voranzutreiben. Sich nicht hängenzulassen, nicht gehenzulassen, vorwärtszutreiben – auch das ist eine krankmachende Haltung“, erzählt Nils. Wie man zu mehr liebevollem Umgang mit sich selbst und zu mehr Resilienz, dem Geheimnis innerer Stärke, kommt, das entlarvt Nils Behrens mit der Ärztin Mirriam Prieß. Klingt an mancher Stelle wie aus einer Science-Fiction-Story, hinterlässt aber echte Wirkung. 

„Ich bin überzeugt, dass nichts ohne Grund geschieht“, sagt Nils Behrens. Sein Podcast gibt jedenfalls genügend Grund, sich mal mit einem gesünderen Lebenswandel zu beschäftigen. Es ist fast eine Art alternativer Medizin: Podcasthören statt Pillenschlucken.

(Podcast 115, 92, 80, 74)

High-End-Medizin

(links) Lanserhof tegernsee – malerisches bergpanorama, der tiefblaue tegernsee und beruhigende weite // (rechts) lanserhof sylt  –  europas modernstes gesundheitsresort für ruhe, Regeneration und revitalisierung mit dem grössten reetdach Europas und rundumblick über die nordsee

Am Lanserhof wird modernste High-End-Medizin mit Wissen aus der Naturheilkunde ergänzt. Gegründet wurde das erste Lanserhof-Resort in Lans, Tirol. In jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit entstand das Lanserhof Concept, das auf innovative Vitalmedizin und Prävention setzt. Diese Kombination verhilft dem Gast, sich körperlich, seelisch und geistig zu regenerieren und unnötigen Ballast loszuwerden. 

Inzwischen gibt es fünf Standorte. Neben Lans bietet man in Hamburg, London, am Tegernsee und nun auf Sylt das holistische Gesundheitskonzept an.